Content-Marketing im B2B, der Schnellstarter-Leitfaden 2017

Wie Sie jetzt mit B2B-Content-Marketing starten und in drei Wochen, also Anfang 2017, voll in Fahrt sind! 

Ein Leitfaden in 9 Schritten



B2B-Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern haben spätestens in diesem Jahr folgende Erkenntnisse gewonnen:

  1. Der Vertrieb per Telefon klappt nicht mehr so gut, wie noch vor einigen Jahren.
  2. Content-Marketing und Marketing Automation könnte ihnen helfen, mehr Leads zu gewinnen, um den Vertrieb endlich wieder auszulasten.
  3. Sie haben weder genug Zeit, noch die richtigen Mitarbeiter, die Themen Content-Marketing und Marketing Automation endlich umzusetzen.

Geht es Ihnen auch so?
Schnellstarter-Leitfaden 2017 - mit Content-Marketing im B2B in 9 Schritten zum Ziel


Dann sind Sie hier richtig. Denn in diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie unsere Top-Kunden, mit 5, 15 und 35 Mitarbeitern es geschafft haben, in wenigen Wochen startklar zu sein, für Content-Marketing und Marketing Automation. Und das, obwohl sie weder Marketing-Profis sind, noch die besten (und teuersten) Agenturen engagiert haben. Alles worauf es ankommt ist, endlich zu sagen: Ja ich will. Und zwar jetzt sofort.

Denn worauf es ankommt, ist nicht die schlauesten Bücher zu lesen sondern sofort anzufangen. Deshalb müssen Sie jetzt ein Versprechen geben, nämlich, dass Sie heute noch mit Content-Marketing anfangen werden.

Ohne dieses Versprechen dürfen Sie nicht weiterlesen!


Gut, alle Interessenten, die jetzt noch dabei sind, lernen die 9 Schritte kennen, wie sie bis zum Jahresende ihr Content-Marketing so aufbauen, dass sie spätestens im Januar voll in Fahrt sind. Weil wir nicht von Ihnen erwarten, dass Sie nach dem 23. Dezember noch arbeiten, haben Sie ab jetzt genau drei Wochen Zeit, um diese 9 Schritte zu gehen:

  1. Eine Themen-Liste erstellen
  2. Für einen Monat auf eine Zielgruppe festlegen
  3. Einen Sparringspartner finden
  4. Einen Blogpost oder eine Checkliste schreiben
  5. Einen Redaktionsplan erstellen
  6. Ziele festlegen, Prioritäten setzen 
  7. Die Weiterentwicklung planen
  8. Ein Budget festlegen (Zeit- und Geld)
  9. Jede Woche einen Inhalt erstellen, verbreiten, Ergebnisse messen und dazulernen.

1. Erstellen Sie eine erste Themenliste für ihr Content-Marketing. 


Ein großes Problem für viele Anfänger beim Thema Content-Marketing ist, dass sie nicht wissen, worüber sie schreiben sollen. Dabei hat jedes Unternehmen, das schon mit Kunden zusammen gearbeitet hat, mindestens 3 Themen in der Schublade, über die es schreiben könnte. Hier sind sie:
  • Die drei Gründe, warum unsere zufriedenen Kunden unser System/unsere Dienstleistung/unser Produkt nutzen.
  • Das größte Problem, das unsere Kunden haben, bevor sie unsere Lösung einsetzen.
  • Die fünf Kriterien, nach denen Kunden entscheiden, ob sie unsere Lösung (oder die eines Wettbewerbers) einsetzen.
Und das ist die Hausaufgabe, die Sie heute noch erledigen werden, Sie haben es versprochen!
Machen Sie es jetzt sofort, dann können Sie danach ganz entspannt diesen Artikel lesen, denn Sie haben den ersten von 9 Schritten schon erledigt!
Nehmen Sie die drei Themen, und konkretisieren Sie, ganz spezifisch für Ihr Unternehmen, für Ihre Produkte, welches die drei Gründe für zufriedene Kunden sind, welches eine große Problem Sie für Kunden lösen und welche fünf Entscheidungskriterien Ihre Kunden prüfen, bevor sie sich entscheiden. 

Diese Aufgabe sollte nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch nehmen. Maximal 5 Minuten pro Frage. 

2. Legen Sie sich auf eine Zielgruppe fest – nur für einen Monat.

Ich erlebe oft, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben, fokussiert zu arbeiten, wenn es um ihr Content-Marketing geht. Das ist ein Problem, weil es unnötig viel Zeit frisst und die Inhalte, die daraus entstehen, unkonkret und beliebig wirken. Wer sich jede Woche neu entscheidet, für wen er/sie schreiben will, tut sich schwer, guten Content zu erarbeiten, Content, der die Kunden anlockt.
Deshalb ist es sehr, sehr wichtig, sich auf eine einzige Zielgruppe zu konzentrieren. Erstmal. Für die ersten vier bis fünf Wochen, also mindestens für einen Monat. Wer das hinter sich hat, hat dann schon vier oder fünf Inhalte produziert, sich intensiv mit der einen Zielgruppe beschäftigt und ist anschließend in der Lage zu entscheiden, ob die Zielgruppe erweitert werden soll oder ob es noch genügend Stoff, genügend spannende Themen gibt, die genau auf diese eine Zielgruppe zugeschnitten werden können.

Erledigen Sie diese Aufgabe innerhalb von einem Tag. 


3. Finden Sie einen Sparringspartner – im Unternehmen oder außerhalb


Gehen Sie den Weg zu einem erfolgreichen Content-Marketing und Marketing Automation mit Ihre B2B-Unternehen nicht alleine, als Person. Sehr oft sind Sie in der Geschäftsleitung oder leiten die Vertriebs- oder Marketing Abteilung oder Sie sind Einzelkämpfer(in), wenn Sie meinen Artikel lesen. Meine Leser entdecken eine Artikel in beruflichen Netzwerken, wie Xing und LinkedIn, oder Google+ oder haben den Link auf Empfehlung per Email bekommen. Wenn Sie diesen Artikel jetzt lesen, dann stehen sie entweder ganz am Anfang, mit Ihrem Content-Marketing oder Sie sind unzufrieden damit, wie es bisher läuft und Sie wollen endlich konkret umsetzen und nicht nur „beraten werden“ oder Theorie lesen. Genau deshalb ist es wichtig, dass Sie diesen Weg nicht alleine gehen, damit Sie durchhalten. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie 2017 erfolgreich Content-Marketing betreiben. Dafür müssen sie sich stark aufstellen. Suchen Sie sich einen Partner, mit dem Sie diesen Weg gehen wollen. 
  • Das kann eine Person aus dem eigenen Unternehmen sein, aus dem Marketing, aus dem Vertrieb oder aus der Geschäftsleitung. Die Person muss das Thema unterstützen, Lust haben, etwas Neues zu lernen und mindestens zwei Mal eine Stunde Zeit pro Woche, um Ihnen Feedback zu geben. Es geht darum, mit Ihnen zu diskutieren, Gedanken auszutauschen, Ideen beizutragen und ja, auch Korrektur lesen.
  • Wenn Sie diese Person nicht innerhalb der Firma finden, können Sie auch außerhalb einen Sparringspartner suchen. Es gibt mittlerweile auch regional viele Gruppen, wo Sie Menschen finden, die sich weiterentwickeln wollen und zu diesem Zweck gleichgesinnte Partner suchen, die auf Augenhöhe und im gegenseitigen Austausch Know-how teilen. Suchen Sie zum Beispiel in einer Xing-Gruppe geeignete Partner.
  • Die dritte Alternative ist einen professionellen Partner zu engagieren, der sie bei den Themen Content-Marketing und Marketing Automation kompetent begleitet. Sie fragen sich, mit welchen Kosten Sie dabei rechnen müssen und welche Leistung Sie dafür bekommen? Das beantworten wir Ihnen gerne in einem kostenfreien Telefonat. Wir coachen Sie dabei, es wirklich garantiert zu schaffen, jede Woche mindestens einen Inhalt zu produzieren und zu verbreiten. So erreichen Sie es, bereits innerhalb von 3 Monaten, einen soliden Grundstock von 12 Inhalten zu schreiben, die Sie fortan immer wieder neu in die Netzwerke streuen können und so Interessenten, Leads und potenzielle neue Kunden anziehen. Unser Angebot ist an das Ergebnis geknüpft. 12 Wochen, 12 Inhalte. Jetzt informieren

Erledigen Sie diese Aufgabe innerhalb von drei Tagen.

Beginnen Sie damit eine Liste von maximal drei Personen innerhalb Ihres Unternehmens zu machen, die Sie sich bei Ihrer Aufgabe als Sparringspartner wünschen. Dann ordnen Sie die Liste nach Ihrer Priorität und rufen die Kollegen in dieser Reihenfolge an. Erläutern Sie Ihr Vorhaben, wie viel Zeit Sie von den Kollegen erwarten und fragen Sie die Kollegen, ob sie Sie unterstützen werden. Machen Sie klar, dass Sie eine verlässliche Antwort erwarten, die nicht bei der ersten Aufgabe schon relativiert wird. Deshalb sollten Sie den Kollegen einen Tag Zeit geben, aber nicht viel mehr.
Parallel starten Sie einen Aufruf in den Xing- und LinkedIn Gruppen, in denen Sie interessierte Sparringspartner vermuten. Das können zu Beispiel branchenrelevante Gruppen sein.
Wenn Sie innerhalb von drei Tagen keine passenden Partner gefunden haben, weder im Unternehmen, noch außerhalb, dann wenden sie sich an einen Profi. Das werden sie bezahlen müssen, aber Sie profitieren von höchster Effektivität und Sie können in der Regel sofort starten.

4. Schreiben Sie Ihren ersten Blogpost oder Ihre erste Checkliste.


Das Geheimnis erfolgreicher Content-Produzenten ist, dass sie umsetzen und testen, statt zu theoretisieren. Je schneller Sie anfangen zu produzieren, desto schneller können Sie dazulernen und desto schneller werden Sie messbare Ergebnisse ernten können.
Diese Aufgabe baut auf dem ersten Schritt auf. Sie haben bereits drei Ideen, die relevant für Ihre potenziellen Kunden sind, sie haben diese Ideen grob formuliert. Jetzt schreiben Sie ihren ersten Blogpost daraus. Oder Sie nehmen „Die fünf Kriterien, nach denen Kunden entscheiden, ob sie unsere Lösung (oder die eines Wettbewerbers) einsetzen.“ Und formulieren die Kriterien so aus, dass Sie einen verständlichen Onepager ergeben. Das ist Ihre erste Checkliste, Ihr erster Leitfaden.
Onepager, die kurz und knapp, aber dennoch relevant und informativ sind, eine Liste also, ist ein sehr beliebtes Content-Format. Es wird gerne angeklickt, weil die Leser zu Recht vermuten, dass ihre Lesezeit kurz und die Dichte der Information hoch sein wird. Ein optimales Verhältnis von Aufwand und Ergebnis also. Das gilt für Ihre Leser und es gilt auch für Sie. Denn was zählt, ist, dass Sie schnell in die Umsetzung kommen und Erfolge feiern. Je schneller Sie einen relevanten Inhalt erstellt haben, umso zufriedener werden Sie mit sich sein und umso motivierter werden Sie sein, weiterzumachen.

Erledigen Sie die Erstellung Ihres ersten Blogposts innerhalb von drei Tagen.

So gelingt es locker!

  • Am ersten Tag schreiben Sie den Blogpost oder die Checkliste einfach runter. Nehmen Sie sich dafür etwa 2 Stunden Zeit.
  • Am zweiten Tag arbeiten Sie am Finetunig: Optimieren Sie die Überschrift und Zwischenüberschriften, ergänzen Sie Bilder und Grafiken, gestalten Sie die Form so, dass sie für den Leser (aus ihrer wichtigsten Zielgruppe) ansprechend wird. Lesen Sie diese zwei Artikel als Anregung, wie Sie Ihren Inhalt ansprechend gestalten: 
  • Am dritten Tag geben Sie den Artikel Ihrer Sparringspartnerin zum Gegenlesen. Nach der letzten Korrektur stellen Sie den Artikel online und verweisen auf den Artikel in Ihren Netzwerken, wie Xing, LinkedIn, Google+, Twitter, den Unternehmensprofilen und in den relevanten Gruppen Ihrer Netzwerke. Dann senden Sie Ihren Kollegen eine Email, mit der Bitte, den Artikel in den Netzwerken zu teilen. Dann feiern Sie!

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind jetzt ein aktiver Content-Marketer. Es hat Sie in Summe weniger als drei Tage Zeit gekostet, allerdings verteilt auf über eine Woche. Die meisten Aufgaben, die Sie bisher erledigt haben, fallen nur einmal an. Die gute Nachricht ist, Sie wissen jetzt ganz genau, was Sie alles tun müssen und wie viel Zeit Sie benötigen, um einen Inhalt zu produzieren.

Sie werden diese Zeit nach einigen Monaten halbieren können, wenn Sie alle Methoden, Techniken und Werkzeuge kennen gelernt haben, wie man Content-Marketing effektiv einsetzt. Mit einem professionellen Coach an Ihrer Seite, lernen Sie das alles in etwa drei Monaten. Ohne ein effektives Training werden Sie entweder länger brauchen oder Fulltime daran arbeiten müssen, sich jedes einzelne relevante Thema auf diesem Gebiet selbst anzueignen. Von den wichtigsten SEO-Regeln, über die besten Social-Media Einsatz-Methoden bis zu den wichtigsten Werkzeugen, mit denen Sie Zeit sparen und manuelle Arbeit automatisieren, lernen Sie mit einem Content-Marketing Coach, alles was Sie benötigen in kurzer Zeit.

5. Erstellen Sie einen Redaktionsplan.

Beginnen Sie mit einer Excel-Liste (oder einem anderen Tabellen-Kalkulationstool. Das reicht für den Anfang absolut aus. Gehen Sie so vor:
Tabelle,Redaktionsplan für B2B-Contentmarketing mit Formaten

  1. Erstellen Sie eine Liste von Themen, die Sie verarbeiten wollen. Schreiben Sie die Themen untereinander, jedes in eine Spalte.
  2. Erweitern Sie die Spalten mit den Content-Formaten, mit denen Sie arbeiten wollen. Überlegen Sie, welche Formate für Ihr Thema geeignet sind. Meistens sind es mehrere Formate, die Sie aus einem Thema umsetzen können. Durch die Umsetzung in mehreren Formaten sparen Sie nicht nur Zeit, sondern Sie schaffen auch verschiedene Informationstiefen, die Ihre Zielgruppe in unterschiedlichen Stadien der Customer Journey abholt.
  3. Ergänzen Sie links neben dem Thema eine Spalte. Schreiben Sie in diese Spalte das Datum, zum Beispiel den Wochentag, an dem Sie den Beitrag auf der eigenen Webseite veröffentlichen wollen. Wenn Sie einen Beitrag pro Woche veröffentlichen wollen, dann nehmen Sie zum Beispiel den Dienstag oder Mittwoch.
    Entzerren Sie jetzt die Liste und fügen zwischen den Themen jeweils vier oder sechs Zeilen ein, für jeden Wochentag eine Zeile oder nur für jeden Werktag, an dem Sie arbeiten.
  4. Füllen Sie dann die Tätigkeiten in Ihren neuen Redaktionsplan, die Ihre Content-Erstellung erfordert, also Schreiben, Video-Produktion, Gestalten und Design,  Korrekturschleifen und Freigaben, Einpflegen ins CMS, Verbreitung in Social Media Kanälen, ggf. Gestaltung von Anzeigen, Ergebnismessung, Reporting.
Erledigen Sie die Erstellung Ihres Redaktionsplanes innerhalb von zwei Stunden.

Sie sollten mindestens sechs Themen finden, die Sie in den nächsten sechs Wochen veröffentlichen wollen. Da Sie jeden Inhalt in mehr als ein Format gießen können, reicht diese Liste wahrscheinlich aus, um drei Monate Content-Marketing umzusetzen. Erfahrungsgemäß ergeben sich im Lauf der ersten Wochen weitere Themen, mit denen Sie Ihren Redaktionsplan ergänzen werden. Sie werden entweder bei Wettbewerbern Themen entdecken, die Sie auch bearbeiten wollen, Sie werden Hinweise und Ideen von Kollegen aus dem Unternehmen bekommen, sobald alle mitbekommen haben, dass Sie DIE Kompetenz und DER Verantwortungsträger für das Thema Content-Marketing sind. 

Wenn Sie sich dieser Aufgabe verschreiben, die Verantwortung für das Content-Marketing zu übernehmen, dann werden Sie im Unternehmen auch eine größere Sichtbarkeit erreichen. Denn mit jeder Publikation kommunizieren Sie nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, wenn sie die Kollegen bitten, die Inhalte auf ihren eigenen Kanälen zu teilen. So entsteht also nicht nur Wert für Ihr Unternehmen und potenzielle Kunden, sondern auch für Sie selbst eine höhere Wertschätzung. 


6. Legen Sie Ziele fest und setzen Sie Prioritäten


Halten Sie schriftlich fest, welche Ziele Sie erreichen wollen, quantitative Ziele und qualitative Ziele und warum Sie diese Ziele erreichen wollen. Konzentrieren Sie sich auf 5-7 Ziele. Gewinnen Sie in diesem Video von Sandra Holze die Inspiration, warum Sie sich auf 5-7 Ziele konzentrieren sollten, warum diese messbar sein sollten und warum es wichtig ist, für jedes Ihrer Ziele ein WARUM zu formulieren. Kurz gesagt, diese einfache Methode erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Ziele erfolgreich umsetzen und nicht nur planen und dann bald wieder im Trubel des Alltags vergessen.
Wenn Ihnen keine Ziele für die Umsetzung Ihres Content-Marketings einfallen, dann lassen Sie sich von diesen Vorschlägen inspirieren:

Ziele und Prioritäten für das B2B-Content-Marketing festlegen


Formulieren Sie erst die Ziele und das Warum und überlegen Sie anschließend, welches Ziel Ihnen am allerwichtigsten ist, welches an zweiter Stelle wichtig ist, etc.

Für die Formulierung der Ziele benötigen Sie 1 Stunde.

7. Planen Sie die Weiterentwicklung Ihres Content-Marketings: Auf dem Weg zur Marketing-Automation 

Content-Marketing alleine ist der Grundstock, auf dem Sie aufbauen können, neue Leads gewinnen können, Inbound-Marketing stärken und eine solide Email-Liste aufbauen. Denn gerade im B2B-Geschäft sind die Sales-Cycle so lange, dass ihre Leads nicht direkt nach dem Lesen eines hilfreichen Leitfadens sofort Kontakt mit Ihnen aufnehmen. Ihr Ziel ist es, potenzielle Interessenten besser kennen zu lernen, um besser unterscheiden zu können, ob der Interessent ein Kunde werden wird, oder nicht. Und um potenzielle Kunden gezielter zur Vertriebsreife zu entwickeln. 
Bieten Sie den Kontakten, die Sie gewonnen haben, in Abständen von mehreren Tagen oder mehreren Wochen, per Email neue Inhalte an, die potenzielle Kunden interessieren könnten. Das tun sie am besten genau abgestimmt auf den einzelnen Kontakt. 

Hat ein Interessent zum ersten mal seine Email-Adresse hinterlassen, weil er oder sie eine Checkliste zum Thema Schnittstellen heruntergeladen hat, dann senden Sie zwei Tage später eine Email mit der Case-Study zum Thema Schnittstellen. Wenn die Case Study auch heruntergeladen wird, dann geben Sie Gas und senden schon eine Woche später ein vertiefendes Whitepaper zu den Best Practices. Wenn die Email mit der Case Study ignoriert wurde, dann senden Sie erst zwei Wochen später eine Email mit der Auswahl von drei Tipps & Tricks Leitfäden. Abhängig davon, welcher der drei Fachartikel angeklickt wurde, können Sie Ihr Lead-Nurturing dann fortsetzen.

Das ist Marketing-Automation, denn Sie versenden nicht mehr wie früher, einen Newsletter an alle Ihre Kunden und potenziellen Interessenten mit demselben bunt gemischten Inhalt und hoffen darauf, dass für jeden etwas dabei ist. Bei der Marketing-Automation geht es vielmehr darum, jedem potenziellen Kunden genau die eine Information zu genau der Zeit anzubieten, wenn der Kunde sie braucht. Um die Customer Journey ihrer Kunden genau kennen zu lernen und eine Kaskade von Informationen und Inhalten aufzubauen, die genau auf den Bedarf des einzelnen Interessenten zugeschnitten ist, braucht es viele Monate, teilweise auch Jahre.
Aber Marketing-Automation baut auf den Inhalten auf, die Sie im Content-Marketing umsetzen. 

Ohne Content-Marketing keine Marketing-Automation.

Haben Sie Geduld und fangen Sie mit dem Content-Marketing an. Sobald Sie einen Grundstock von 8-10 Inhalten haben, also nach etwa zwei Monaten können Sie anfangen, ihre Marketing-Automation aufzubauen. 
Womit Sie sofort anfangen können ist, Emails von den Interessenten zu sammeln. Denn wenn Sie wertvolle, relevante Information anzubieten haben, dann ist der echte Interessent auch bereit, als Gegenleistung seine Email-Adresse zu hinterlassen.

Für die Vorbereitung und den Start in Marketing-Automation benötigen Sie zwei Tage.

Entwerfen Sie eine Landingpage bzw. eine Landingpage-Vorlage, die Sie für jeden Inhalt anpassen können, der mit einem Download und dem Eintrag einer Email-Adresse verknüpft ist. Verknüpfen Sie die Landingpage mit einem geeigneten Email-Tool wie Mailchimp oder Cleverreach oder mit dem CRM in Ihrem Unternehmen. Um schnell voran zu kommen, sind Sie mit beiden genannten den Email-Standard-Lösungen bestens unterwegs. Sie bringen beide bereits die Verknüpfung zu Landingpages incl. Formularen mit. Die Code-Snippets aus dem Email-Tool werden dann ganz einfach in ihre Webseite kopiert und sie benötigen keine Programmierkenntnisse. Mit etwas Geduld und Ausprobieren haben das bisher alle Menschen geschafft, die ich kenne.

8. Aufwand und Budget festlegen (Zeit- und Geld)


Wer diesen Schritt überspringt, läuft Gefahr, sich Illusionen zu machen. Entweder Sie unterschätzen den Aufwand und als Unternehmen das Budget, das Sie benötigen, um Content-Marketing umzusetzen. Dann sind Sie nach ein paar Wochen genervt, und demotiviert weil es mehr Zeit frisst, als Sie erwartet haben. 

Oder Sie überschätzen den Aufwand und die Kosten, die Contentmarketing verursacht und sind deshalb jetzt schon demotiviert und wollen es gar nicht mehr angehen. Das wäre der fatalste Fehler, den Sie machen können, denn um Content-Marketing kommt heute kein B2B-Unternehmen mehr herum. Je schneller Ihnen das klar wird, je schneller Sie sich entscheiden endlich anzufangen, um so besser. Und dann ist klug, den Aufwand und das Budget zu kennen, das Sie mindestens einsetzen müssen, um zu starten. 

Für diese Aufwandschätzung zu Ihrem Content-Marketing benötigen Sie mit Hilfe der folgenden zwei Tabellen nur noch eine Stunde. 

Von dieser ersten Einschätzung aus, werden Sie in Zukunft viel besser steuern können, ob Sie mehr Content-Marketing umsetzen wollen, also z.B. drei Inhalte pro Woche erstellen wollen oder sogar täglich einen neuen Inhalt erstellen wollen. Um diese Steuerung in einigen Monaten vorzunehmen, brauchen Sie deshalb eine Basis, eine erste Einschätzung ihrer benötigten Ressourcen, Zeit und Kosten. Beginnen Sie mit dieser Liste:

Aufwand und Budget beim B2B-Content-Marketing: Tabelle  interne Leistungen


In diesem ersten Szenario Ihrer Budget und Kostenplanung arbeiten Sie ausschließlich intern. Sie probieren alles selber aus, informieren sich, lernen und haben einen internen Sparringspartner, der oder die Ihre Inhalte Korrektur liest und Ihnen Feedback gibt.

Sie werden etwa einen halben Tag pro Woche Zeit benötigen, um zu lernen, sich weiterzubilden und die Antworten zu Ihren Fragen zu recherchieren.

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen Zeit haben, ihr Content-Marketing selbst zu entwickeln, und wenn die Person, die ihr Content-Marketing aufbaut, ein Junior-Gehalt oder ein mittleres Gehalt bezieht, aber für das Thema richtig brennt und es unbedingt umsetzen möchte, dann ist das wahrscheinlich die richtige Ressourcen-Planung für Sie. Beachten Sie, ihr Mitarbeiter wird in Zukunft die Hälfte seiner Zeit für das Content-Marketing verwenden

Darunter geht es nicht, wenn man wirklich aus dieser Maßnahme Leads für den Vertrieb gewinnen will.

In diesem Szenario haben Sie sich für einen externen Coaching-Partner entschieden. Das erspart Ihnen z.B. das Finetuning Ihrer Contents, Sie werden viel schneller lernen, denn Sie ersparen sich Fehler und Workarounds. Auch bei der Verteilung Ihrer Inhalte in Social-Media Networks werden Sie viel Zeit einsparen, denn die Experten wissen, was sie tun, haben Vorlagen für alle Netzwerke und bauen die Teaser, mit denen Sie Ihre Inhalte bewerben als Copy-Paste Vorlagen fertig zur Nutzung.
Sie erhalten wöchentlich wertvolle Tipps und schaffen es wirklich, wöchentlich einen neuen Inhalt zu erstellen. Ein Coaching-Partner kostet ca. 2000 Euro pro Monat, abhängig davon, wie viele Inhalte Sie tatsächlich produzieren. Achten Sie an der Stelle darauf, dass Sie mit dem Dienstleister einen leistungsabhängigen Vertrag schließen. Gleichzeitig sollten Sie einen Mindestbetrag vereinbaren, um sich selbst zu zwingen, jede Woche einen Inhalt zu produzieren. Denn erst dann stellt sich die Balance zwischen Aufwand und Ertrag ein.

Aufwand und Budget mit Coaching beim B2B-Content-Marketing: Tabelle

In diesem Szenario, mit externem Coaching haben Sie aber den Vorteil, mit dem halben Aufwand innerhalb des Unternehmens auszukommen. Das lohnt sich dann für Sie, wenn Sie 
  • Sofort starten und keine Zeit mehr verlieren wollen. 
  • Oder wenn der oder die Verantwortliche Leitungsfunktion hat, deshalb auch viele Aufgaben zu erledigen hat, die es ihm/ihr nicht ermöglichen, sich 50% ihrer Zeit mit Content-Marketing zu befassen und die wegen der Leitungsverantwortung ein höheres Gehalt bezieht. Dann sind die Kosten für Ihre Entscheidung nicht ausschlaggebend, weil sie entweder intern oder extern in etwa gleicher Höhe anfallen.
  • Oder wenn Sie planen, mittelfristig Content-Marketing in Ihrem B2B-Unternehmen stärker auszubauen und eigene Mitarbeiter dafür schulen, weiterbilden und neu einstellen wollen. Dann lohnt es sich, die ersten Monate mit einem Experten an der Seite, die erfolgreichen Maßnahmen aufzubauen.

9. Jede Woche einen neuen Inhalt erstellen, in Social-Media Netzwerken verbreiten, Ergebnisse messen und dazulernen.


Nachdem Sie nun den ersten Inhalt bereits geschrieben haben und den Redaktionsplan erstellt haben sind Sie jetzt bereit, mit Ihrem Content-Marketing richtig durchzustarten und neue Leads zu gewinnen
Legen Sie sich ein Kanban Board an und schreiben Sie für jede Aufgabe einen Zettel, zu Beispiel ein Postit. 

  1. Entwurf schreiben
  2. Headlines und Finetunig
  3. Bilder und Grafiken für den Inhalt
  4. Teaser für Social Media Netzwerke schreiben
  5. Bilder für Social-Media Teaser bauen
  6. Ins CMS einpflegen, veröffentlichen
  7. Auf den Unternehmensseiten der Networks posten
  8. Inhalt in den relevanten Gruppen der Networks teilen
  9. Kontakte ernten & Reporting erstellen
  10. Redaktionsplan aktualisieren, neue Ideen sammeln

Hängen Sie alle Aufgaben an die Wand, z.B. ein Whiteboard, in der priorisierten Reihenfolge in die „Backlog“ Spalte. Im Redaktionsplan können Sie sehen, welche Aufgabe Sie an welchem Tag geplant haben, nur nicht so detailliert, wie auf Ihren Task-Zetteln. Immer wenn Sie mit einer Aufgabe beginnen, hängen Sie den Zettel in die „Work in Progress“ Spalte. Idealerweise arbeiten Sie Tasks nacheinander ab, nicht parallel. Immer wenn eine Aufgabe erledigt ist, hängen Sie diese in die letzte Spalte „Done“.

Das Kanban Board für Ihre Content-Marketing Tasks bauen Sie in 30 Minuten auf. Für die Wiederkehrenden Aufgaben im Content-Marketing benötigen Sie dann wöchentlich knapp drei Tage ohne externen Coach oder nur einen Tag, mit Coaching und Training. 

Sie werden sehen, wie befriedigend es ist, diese Aufgaben auch haptisch „abzuhaken“. Jede Woche werden Sie erleben, wie der Stapel von 10 Zetteln von links nach rechts wandert.
Das Kanban Board hat sich bewährt, wenn eine Aufgabe wiederkehrende Prozesse enthält. I Fall von Content-Marketing ist das so. Die 10 Tasks sind wiederkehrende Prozesse, die Sie bei der Erstellung jedes Inhalts wiederholen. Einige der zeitfressenden Aufgaben können Sie abgeben, zum Beispiel an einen externen Dienstleister, aber nicht alle. Den fachlichen Entwurf zum Beispiel, das wird Ihre Aufgabe sein oder die eines Kollegen oder einer Kollegin.

Fazit

Wenn Sie sich an diesen Plan halten, dann fahren Sie Ihr Content-Marketing praktisch von Null auf 100 in zwei bis drei Wochen. Sie sind jetzt startklar, Content-Marketing und Marketing Automation wirklich umzusetzen.

Die Anregung, einen Fachartikel zu „Online Marketing Trends 2017 – Worauf es nächstes Jahr ankommt!“ schreiben, erhielt ich von Gerald und seiner Blogparade. Schaut mal dort vorbei und seht, welche Trends andere Marketer für 2017 erwarten.

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